Warum eine Ausbildung im Handwerk?
Eine Ausbildung im Handwerk ist nicht nur eine sehr solide und ehrwürdige Ausbildung, sondern sie kann Dir viele Vorteile bringen. Die Ausbildung in einem Handwerksberuf ist sehr umfangreich, du lernst also nicht nur „Deinen“ Beruf kennen, sondern wirst auch immer wieder auf Inhalte der anderen Handwerksberufe stoßen. Zudem ist das Handwerk überall, egal wo du bist oder wo du hinwillst, Handwerker werden überall gebraucht. Da immer Fachkräfte im Handwerk gesucht werden, ist die Chance sehr groß, nicht in die Arbeitslosigkeit zu geraten. Nach deiner erfolgreichen Ausbildung hast du dann sogar die Chance, richtig Karriere zu machen, denn das geht im Handwerk auch. Mehr dazu später.
Was solltest du mitbringen?
Um Spaß an dem Handwerk zu haben, solltest du ein paar Voraussetzungen mitbringen. Du hast geschickte Hände, technisches Verständnis, Kreativität, Flexibilität, Engagement und arbeitest gerne im Team? Du kannst nicht nur ordentlich anpacken, sondern schaltest auch dein Gehirn ein? Du hast Spaß an der Bedienung modernster Technik? Dann ist ein Beruf im Handwerk genau das richtige für dich. Zudem arbeitest du oft im freien, die Witterungsverhältnisse sollten für dich kein Problem sein.
Wie verläuft die Ausbildung?
Die Berufsausbildung findet an zwei Lernorten statt: im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. So lernst Du die Theorie und die Praxis kennen und verbindest schon während der Ausbildung beides miteinander. Unterstützt werden die Ausbildungsbetriebe dabei von den handwerklichen Bildungszentren, an denen regelmäßig überbetriebliche Lehrgänge stattfinden indem du neues erlernen und gelerntest vertiefen kannst.
Die Ausbildung im Betrieb
Die meiste Zeit Deiner Ausbildung verbringst Du in deinem Ausbildungsbetrieb. Hier lernst du deinen Beruf, arbeitest meist von Anfang an mit und bist Teil des Teams. Ob auf der Baustelle oder in der Werkstatt, Du bist mittendrin, statt nur dabei. Du lernst vom ersten Moment an in der Praxis und im realen Arbeitsleben. Im Betrieb lernst du alles, was du für deinen Beruf wissen musst und kannst Tag für Tag mehr Verantwortung übernehmen.
Die Zeit in der Berufsschule
An ein bis zwei Tagen pro Woche besuchst du die Berufsschule. Im Mittelpunkt stehen dabei Fächer, die konkret mit deinem Beruf zu tun haben. Der Ausbildungsbetrieb gibt dir für die Zeit des Unterrichts frei. Am Ende eines jeden Schuljahres erhältst du ein Zeugnis. Der Berufsschulabschluss wird unabhängig vom beruflichen Abschluss erworben.
Besser werden durch überbetriebliche Lehrgänge
Abgerundet wird Deine Ausbildung im Betrieb durch überbetriebliche Lehrgänge. Die überbetrieblichen Lehrgänge dauern meistens zwei Wochen und werden in modernen Bildungszentren durchgeführt. In den Kursen lernst Du von erfahrenen Ausbildern die neuesten Techniken, Maschinen und Werkzeuge in Deinen Beruf kennen und vertiefst Dein Können und Wissen.

Ausbildung zum Zimmerer

Das lernst Du während deiner Ausbildung
Du lernst, mit Holzmaterialien und Baustoffen zu arbeiten, und bekommst z. B. Unterricht in technischem Zeichnen, Computer-Technologie und Materialkunde. Genauso abwechslungsreich wird dein späterer Arbeitsalltag als Zimmerer sein.
Diese Voraussetzungen solltest Du mitbringen
Wichtig ist, dass du dich für das Handwerk interessierst und Spaß hast, mit deinen Händen zu arbeiten und tolle Dinge zu erschaffen.
Um auch den schulischen Teil der Ausbildung ohne Probleme zu schaffen, solltest Du mindestens einen Hauptschulabschluss in der Tasche haben.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Deine Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Durch Vorkenntnisse zum Beispiel einen Besuch der Berufsschule mit der richtigen Fachrichtung oder durch eine abgeschlossene Berufsausbildung kann die Ausbildung auf 2 Jahre verkürzt werden.
Wo findet die Ausbildung statt?
Deine Ausbildung findet zum Großteil im Betrieb statt. Hier kannst du viel Praxis im Alltag eines Handwerkers sammeln. Ein Teil der Ausbildung ist jedoch auch die Berufsschule, die du meist im Blockunterricht besuchst. Um deine Ausbildung abzurunden, gibt es Lehrgänge bei der Handwerkskammer, bei denen du die Theorie direkt in die Praxis umsetzen kannst.
Was lernst Du in den verschiedenen Ausbildungsjahren?
1. Ausbildungsjahr
- mit verschiedenen Werkzeugen, Baugeräten und Baumaschinen umgehen
- Zeichnungen, Skizzen und Verlegepläne lesen und selbst erstellen
- Baustoffe (Mörtel- und Betonmischungen) anrühren; Bewehrungen, Dämmungen, Wandputz und Estrich herstellen
- Baugruben, Gräben und Schalungen herstellen
2. Ausbildungsjahr
- Kenntnisse über Stoffe und Materialien, die für den Ausbau gebraucht werden
- Kenntnisse über Sperr- und Dämmstoffe, die gegen Feuchtigkeit, Wärme, Kälte, Schall sowie gegen Feuer benutzt werden
- Arbeitstechniken, um Bauteile für den Ausbau zu fertigen
- den Baustoffbedarf berechnen
- Fertigteile einbauen und montieren
3. Ausbildungsjahr
- Dach-, Wand- und Deckenkonstruktionen mit Dachausbauten und Verkleidungen herstellen
- einfache Dächer, Dachgauben und Dachaufbauten richten und herstellen
- Gerüste aufstellen und Absteifungsarbeiten ausführen
- die geltenden Schalungsregeln
- Knotenpunkte aufschnüren und Konstruktionshölzer bearbeiten
Das Verdienst Du während deiner Ausbildung
Die Vergütung richtet sich nach deinem Ausbildungsvertrag. Folgende Zahlen (Bruttolohn) geben dir einen ungefähren Anhaltspunkt:
- 1. Ausbildungsjahr ca. 850,00€
- 2. Ausbildungsjahr ca. 1200,00€
- 3. Ausbildungsjahr ca. 1475,00€
Somit verdienst DU besser als bei den meisten anderen Ausbildungen.
Wie sind die Arbeitszeiten?
Die Arbeitszeit eines Azubis ist klar geregelt:
Minderjährige Azubis dürfen maximal 40 Std. pro Woche arbeiten. Als volljähriger Azubi beträgt die Regelarbeitszeit im Sommer 8,5 Std. und Im Winter 8,0 Std. pro Tag. Freitags wird häufig verkürzt gearbeitet. In der Regel wird an 5 Tagen in der Woche gearbeitet. Sollte es Zeiten geben, an denen du mal mehr arbeitest, dann kannst du dich anschließend auf Wochen freuen, an denen du häufiger frei hast oder zumindest weniger arbeiten musst.
Was musst Du über die Abschlussprüfung wissen?
Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil.
In der praktischen Prüfung zeigst du, dass du eine Dachkonstruktion, eine Gaube oder ein Teil einer Treppe herstellen kannst. Im schriftlichen Teil wird der Stoff aus den Fächern wir Technische Mathematik, Technisches Zeichnen, Wirtschafts- und Sozialkunde abgefragt.
Ausbildung zum Maurer

Qualität aus Stein
Bauwerke sollen ästhetisch und von möglichst langer Lebensdauer sein, damit sie der Nachwelt lange erhalten bleiben. Um dieses zu verwirklichen, wird ein „Fachmann“ – der Maurer – benötigt, der kreative, aber auch funktionelle und handwerkliche Fähigkeiten besitzt.
Tätigkeitsfeld
Das Tätigkeitsfeld des Maurers erstreckt sich vom Betonieren der Kellerfundamente bis zum Verputzen der Wände. Kenntnisse über die Eigenschaften künstlicher und natürlicher Steine – wie Ziegel, Kalksandstein, Bimssteine, Betonsteine sowie Gipskartonplatten sind die Grundlagen. Ergänzt und erweitert werden diese durch den fachgerechten Umgang mit Kalk- und Putzmörtel, der den Bauwerken die notwendige Stabilität gibt. Das Montieren von Fertigteilen nach speziellen Ausführungsplänen rundet das Berufsbild ab.
Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung
Nach Abschluss des Ausbildungsberufs und entsprechender Praxiserfahrung kann man sich qualifizieren zum Vorarbeiter, Werkpolier, Geprüfter Polier oder Meister im Maurer- und Betonbauerhandwerk. Außerdem besteht die Möglichkeit – nach Abschluss des Fachabiturs – der Aufnahme eines Fachhochschulstudiums – Richtung Architektur oder Bauingenieurwesen.
Grundvoraussetzungen für das Erlernen des Maurerberufs
Vom Maurer werden, neben technischem Verständnis und handwerklichem Geschick, auch räumliches Vorstellungsvermögen erwartet.
Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer

Verbundbaustoff Beton
Beton ist ein relativ junger Baustoff, der erst in den letzten 150 Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Allerdings reichen seine Ursprünge 2000 Jahre zurück. Schon die alten Römer verwendeten beim Bau des Pantheons in Rom (27. v. Chr.) den Werkstoff Beton, der aber mit dem heutigen nicht vergleichbar ist. Zusammen mit dem Werkstoff Stahl hält der Beton hohen Belastungen stand, wobei der Stahl die Zugbelastung und der Beton die Druckbelastung aufnimmt.
Tätigkeitsfeld
Das Tätigkeitsfeld des Beton- und Stahlbetonbauers erstreckt sich von der Herstellung des Betons nach den jeweils für das Bauvorhaben notwendigen Rezepturen, über die Fertigung der Schalung bis zum Einbau der Stahlbewehrung. Der Beton- und Stahlbetonbauer hat ein breites berufliches Betätigungsfeld. Dieses erstreckt sich über die Herstellung von Geschossdecken, Treppen im Wohnungsbau bis zu hoch komplizierten Ingenieurbauwerken wie Brücken, Fernsehtürmen und Staudämmen.
Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung
Nach Abschluss des Ausbildungsberufes und entsprechender Praxiserfahrung kann man sich qualifizieren zum Vorarbeiter, Werkpolier, Geprüfter Polier und Meister im Maurer- und Betonbauerhandwerk. Außerdem besteht die Möglichkeit – nach Abschluss des Fachabiturs – der Aufnahme eines Fachhochschulstudiums – Richtung Architektur oder Bauingenieurwesen.
Grundvoraussetzungen
Vom Beton- und Stahlbetonbauer werden eine gute Auffassungsgabe, technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, Augenmaß und räumliches Vorstellungsvermögen erwartet.